TEMPO
TEMPOräre Betreuung und Beschulung verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher
Ein Kooperationsmodell zwischen Schule und Jugendhilfe
TEMPO ist da für Kinder und Jugendliche, deren Verhalten sich nicht mit den Regeln der Schule vereinbaren lässt. Gefährdung von Mitschülern, Verweigerung von Leistung und Schulschwänzen sind Gründe für Verweise und Schulausschlüsse. Ein Fehlen im Unterricht, von schulischer Seite angeordnet oder durch die Unlust des Kindes begründet, verstärkt meist die Unzufriedenheit: Ein Teufelskreis, der zwischen Schüler und Lehrer und in der Folge auch zwischen den Systemen Schule und Jugendhilfe entsteht. TEMPO ist darauf angelegt, diese Kluft zu überwinden.
TEMPO hilft Kindern und Jugendlichen, eine Motivation für den Schulbesuch zu entwickeln und Lebensperspektiven zu erarbeiten. Die gesellschaftlichen Anforderungen mit deren Werten, Normen und Regeln (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Distanz und Nähe, ...) werden durch eine zielgerichtete Arbeit erlernt und geübt.
Der Schulkontaktpädagoge vernetzt und koordiniert die bestgeeignete Vorgehensweise und Maßnahme für das Kind oder den Jugendlichen. Dies geschieht insbesondere durch:
- Vorbereitung der neuaufgenommenen Kinder und Jugendlichen im stationären Bereich auf ihre neue Schule; Abstimmung mit dem Klassenlehrer
- Zusammenarbeit mit Lehrer, Schüler und Eltern
- Vereinfachung der Kommunikations- und Informationsstruktur zwischen Jugendhilfe und Schule
- Krisenintervention und Konfliktberatung in der Schule
- Kooperation mit dem Fachdienst der Jugendhilfe-Einrichtung und anderen Institutionen
- Temporäre projektbezogene Betreuung des Schülers in enger Zusammenarbeit mit der Schule
Folgende Schüler können die Hilfe des Schulkontaktpädagogen in Anspruch nehmen:
- Neuaufgenommene Kinder im stationären Bereich
- Schulvermeidende Kinder und Jugendliche
- Außenseiter des Klassenverbands
- Schüler mit häufigen Regel- und Normverstößen
- Schulbezogene Leistungsverweigerer
Eine zeitlich begrenzte Herausnahme aus dem Klassenverband bietet die Möglichkeit, das Kind bzw. den Jugendlichen gezielt individuell oder in einer Kleingruppe (maximal drei Schüler) zu fördern.


