Flexible Ambulante Hilfen

Wenn sich Kinder, Jugendliche oder ihre Familien in schwierigen Lebenssituationen befinden, stehen wir ihnen zur Seite. Aus unserer Arbeit wissen wir, dass die Familie für ein Kind kaum zu ersetzen ist.

Deshalb gibt es die „Flexiblen ambulanten Hilfen“, bei denen die Kinder in ihrer Familie bleiben und alle gemeinsam unterstützt werden. Unser erstes Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen in ihrer vertrauten Umgebung zu lassen, die Familien insgesamt zu stärken und alle zur Verfügung stehenden Kräfte und Möglichkeiten im Umfeld mit einzubeziehen. 

Das Angebot der Diakonie Hochfranken im Bereich der ambulanten Hilfe bietet die gesamte Vielfalt der Leistungen nach dem SGB XIII (Kinder- und Jugendhilfe). Zwei interdisziplinäre Teams (Schwarzenbach und Helmbrechts/Hof) ermöglichen eine gezielte Hilfe für Kinder, Jugendliche und Familien

SPFH

 

Beistandschaft

 

Familientraining

 

Betreutes Wohnen

 

Nachbetreuung

 

ISE

Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)

Sie unterstützt Eltern vor Ort bei der Erziehung und Versorgung ihrer Kinder und bietet Hilfen an bei der Organisation des Familienlebens.

Für wen wir da sind

  • Für Eltern, die in aktuellen Belastungssituationen in der Familie Hilfe brauchen
  • Für Eltern, die bei der Erziehung der Kinder fachliche Unterstützung benötigen
  • Für Familien, bei denen zeitweilig fremd untergebrachte Kinder in das Elternhaus zurückkommen

Unsere Ziele
Langfristig ist es Ziel, Familien so zu stabilisieren, dass sie sich selbst helfen können. Die Familienmitglieder sollen sich ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten bewusst werden, Lösungsmodelle eigenständig erarbeiten und durchführen. Die Beziehungen innerhalb der Familie sollen gefördert und stabilisiert werden.

Erziehungsbeistandschaft / Betreuungshilfe

Sie hilft Kindern und Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungs- und Verhaltensproblemen, ergänzt und unterstützt somit die Erziehungsfunktion der Eltern. Unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes und unter Erhaltung des Lebensbezuges zur Familie wird die Verselbstständigung des Jugendlichen gefördert.

Für wen wir da sind
Für Kinder und Jugendliche  

  • mit bereits entwickelten oder zu erwartenden Auffälligkeiten im Sozial- und Leistungsverhalten
  • die im Schul- und Ausbildungsbereich nicht mehr zurecht kommen
  • die in ihrem familiären und/oder sozialen Umfeld in Krisensituationen geraten
  • Für Eltern und Sorgeberechtigte, die familiäre Spannungen und Konflikte mit unserer Hilfe angehen wollen

Unsere Ziele 

  • Bewältigung von Entwicklungsproblemen
  • Förderung der Verselbstständigung
  • Festigung von positiven Bindungen
  • Entwicklung von Zukunftsperspektiven

Marienberger Familientrainingsprogramm

Die Familien leben dabei in eigenständigen Wohneinheiten auf dem Gelände der Jugend- und Familienhilfe Marienberg in Schwarzenbach an der Saale. Durch eine intensive Betreuung aller Familienmitglieder wird der Verbleib der Kinder in der Familie gewährleistet. Der Erwerb von Schlüsselkompetenzen und die Schulung von Verhaltensformen und Regeln in der Familie stehen im Mittelpunkt der täglichen Arbeit.

Eltern und Kinder müssen bereit sein, für einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten ihre gewohnte Umgebung zu verlassen und sich auf eine betreuungsintensive Hilfe einzulassen. Die mit der Einrichtung und dem Jugendamt vereinbarten Erziehungsziele werden innerhalb der Familie in einem Phasenmodell umgesetzt. Weiter ist es wichtig, eventuell notwendige Maßnahmen wie Qualifizierungs- oder Sprachkurse anzunehmen. Aus der Diagnose des Jugendamtes muss hervorgehen, dass eine Fremdunterbringung der Kinder unumgänglich ist, und die ambulanten und teilstationären Hilfen entweder ausgeschöpft sind oder als nicht zielführend erachtet werden.

Die rechtliche Basis für die Gewährung der Hilfe bildet der § 19 oder § 31 KJHG SGB VIII.

Betreutes Wohnen

Es gewährt dem jungen Menschen Unterstützung in Form von praktischer Hilfe, erzieherischer Betreuung und Sicherung des Lebensunterhaltes, um die Verwirklichung seiner selbstständigen Lebensführung zu erlangen.

Für wen wir da sind

  • Jugendliche, die in einer Wohngruppe unseres Jugendhilfeverbundes leben und denen dieser Rahmen weniger zielgerichtete Lernmöglichkeiten zur Verselbständigung bieten kann
  • Jugendliche oder junge Erwachsene, die nach Beendigung einer stationären Erziehungshilfe nicht in ihre Familie zurückkehren können
  • Jugendliche, bei denen die familiäre Situation dermaßen angespannt ist, dass ihre persönliche wie berufliche Situation keine Verselbständigung zulässt
  • Junge Mütter/Väter, die Schwierigkeiten haben bei der Ausübung ihrer Elternrolle

Unsere Ziele
Die jungen Menschen sollen durch das betreute Einzelwohnen lernen,

  • sich selbst zu versorgen, sowohl im wirtschaftlichen (z. B. Geldeinteilung) als auch im lebenspraktischen Bereich (z. B. Instandhaltung der Wohnung)
  • ihre individuellen Interessen zu erkennen und Möglichkeiten zur Verwirklichung realisieren
  • von der Möglichkeit zu Kontakten zum Gemeinwesen konstruktiven Gebrauch zu machen
  • in Bezug auf junge Väter/Mütter: in ihre Elternrolle hineinzuwachsen und Erziehungskompetenz zu erwerben

Hilfe für junge Volljährige / Nachbetreuung

Die Nachbetreuung wendet sich an junge Volljährige, um sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und sie zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung anzuleiten. In begründeten Fällen kann sie über das 21. Lebensjahr hinaus gewährt werden. Gesetzliche Grundlage ist der § 41 KJHG SGB VIII.

Zielsetzungen und Angebote dieser Maßnahme sind individuell auf den Einzelfall gerichtet und entsprechen denen der anderen flexiblen ambulanten Hilfen.

Das individuell auf den jeweiligen jungen Erwachsenen abgestimmte Beratungsangebot ist auf die weitere Lebensplanung und Persönlichkeitsentwicklung ausgerichtet und umfasst im Besonderen:

  • die Wohnungsbeschaffung und -erhaltung
  • Ämter- und Behördengänge
  • die Wiedereingliederung in das soziale Umfeld
  • die Zusammenarbeit und Vernetzung mit Beratungsstellen, dem sozialen Umfeld und anderen Diensten und Einrichtungen (Polizei, Justiz, sozialen Einrichtungen, usw.)

Ansprechpartner

Diakonie Hochfranken

Diakonie Hochfranken Jugend- und Familienhilfe
Marienberg - Psychologische Beratung gGmbH
Jugend- und Familienhilfe Schwarzenbach

Marienstr. 50
95126 Schwarzenbach a. d. Saale  

Michael Doß

Tel.: 09284 966551
Fax  09284 966518

Interessierte wenden sich an das jeweilige Jugendhilfezentrum in ihrer Nähe. Dort erhalten sie ausführliche Informationen.

 

 

Diakonie Hochfranken

Jugend- und Familienhilfe Helmbrechts

Zum Schützenhaus 11
95233 Helmbrechts

Marco Schmidt

Tel.: 09281 52640
Fax  09281 52656

Diakonie Hochfranken

Sozialpädagogische Familienhilfe
für die Stadt Hof
Familienhof

Yorckstr. 5
95030 Hof/Saale

Marco Schmidt

Tel.: 09281 52640
Fax  09281 52656

Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (ISE)

Sie wendet sich an Jugendliche, die aufgrund ihrer persönlichen Situation extrem gefährdet sind, in gesellschaftliche Randgruppen abzugleiten. Sie benötigen eine intensive Unterstützung zur sozialen Integration und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung. Diese Hilfe ist längerfristig angelegt und hat einen relativ hohen zeitlichen Umfang.

Das individuell auf den jeweiligen Jugendlichen abgestimmte Beratungsangebot ist auf die weitere Lebensplanung und Persönlichkeitsentwicklung des Jugendlichen ausgerichtet und umfasst im Besonderen:

  • die schulische und berufliche Ausbildung
  • die wirtschaftliche Situation des Jugendlichen
  • die Wohnungsbeschaffung und -erhaltung
  • Ämter- und Behördengänge
  • die Wiedereingliederung in das soziale Umfeld
  • die Zusammenarbeit und Vernetzung mit Beratungsstellen, dem sozialen Umfeld und anderen Diensten und Einrichtungen (Polizei, Justiz, sozialen Einrichtungen usw.)