21.08.2017 Echter Mehrwert für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Gutesiegel Familienorientierung

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben ist eine dauernde Herausforderung für viele Eltern. In der Diakonie Hochfranken wird das Thema seit vergangenem Jahr mit verstärkter Energie bearbeitet. Für ihr Engagement wurde sie jetzt mit dem „Güteesiegel Familienorientierung“ des Diakonischen Werks Bayern ausgezeichnet.

Das Siegel würrdigt vorhandene Angebote, die Familien zu Gute kommen und verpflichtet zu neuen Maßnahmen seitens des Arbeitgebers. Verliehen wurde es im Rahmen der Geschäftsführenden-Konferenz der Diakonie Bayern in Wildbad Rothenburg. Neben der Diakonie Hochfranken erhielten zwei weitere Träger aus Augsburg und Nürnberg.

Mit der Bewerbung um das Gütesiegel hätten die Träger bewiesen, dass sie familienfreundliche Personalpolitik in die Tat umsetzten, sagte Diakoniepräsident Michael Bammessel bei der Verleihung. „Es ist ein sichtbarer und nachvollziehbarer Beleg für die Familienfreundlichkeit der ausgezeichneten Träger und Einrichtungen.“

Die Diakonie Hochfranken habe deutlich gemacht, dass sie Familienorientierung als strategisches Zukunftsthema mit echtem Mehrwert für die Mitarbeitenden erkannt habe, so Michael Bammessel. Martin Abt, Geschäftsführer der Diakonie Hochfranken, betont: „Das Gütesiegel ist für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich. Es zeigt, welchen Stellenwert das Thema inzwischen bei der Diakonie Hochfranken hat. Ganz oben an steht jetzt eine bessere Planbarkeit von Einsatzzeiten im Schichtdienst. Hier liegt einer der größten Knackpunkte in Sachen Familienfreundlichkeit.“

Seine Geschäftsführungs-Kollegin Maria Mangei stellt fest: „Für uns ist Familienorientierung ein wichtiger Teil unserer professionellen und innovativen Unternehmens- und Personalpolitik. Demografische und gesellschaftliche Veränderungen machen eine feste Verankerung familienorientierter Themen aus unserer Sicht unerlässlich.“

Es seien mehrere Entwicklungen, die die Vereinbarung von Beruf und Familienleben erschwerten. „Zunahme der erwerbsbedingten Mobilität wie Wochenendpendeln oder längere Anfahrtswege, Ein- Eltern-Familien, ungleiche Verteilung der häuslichen Sorge zu Lasten von Frauen oder chronische Zeitknappheit von Eltern sind nur vier Beispiele von vielen“, sagt Eva Döhla, Stabsstelle Personalentwicklung. Ein Arbeitgeber müsse sich der Frage stellen, wie es den eigenen Mitarbeitenden damit gehe und was er in ihrem Sinne verbessern könne.

Die Diakonie Hochfranken setzt sich seit ihrer Entstehung für die Belange von Familien ein – und eben nicht nur, wenn es um Hilfe für Klienten geht. Das Familienbudget für Mitarbeitende mit all seinen Leistungen ist ein schönes Beispiel dafür. Ob Ferienbetreuung für Kinder, Zuwendungen bei familiären Ereignissen, Zuschüsse zum Kindergartenbeitrag, Homeoffice oder Gleitzeit sowie ein ganzer freier Familientag jedes Jahr – Angebote wie diese kommen gut an und bilden eine sinnvolle Unterstützung. Doch bei den nächsten Schritten geht es um mehr: „Es müssen teilweise auch Einstellungen und Haltungen verändert werden, Dienstzeiten noch familienfreundlicher gestaltet oder Kinderbetreuungszeiten angepasst werden“, sagt Maria Mangei.

Es gibt also viel zu tun und die Steuerungsgruppe Familienorientierung wird weiter daran arbeiten. Die Steuerungsgruppe hat ihren Auftrag mit Verleihung des Siegels bei weitem nicht abgeschlossen. Die Vertreter von Geschäftsführung, Stabsstelle, Mitarbeitervertretung (MAV) und den Arbeitsbereichen werden gemeinsam neue Ideen entwickeln und die Umsetzung der Maßnahmen begleiten.

Die Diakonie Hochfranken darf das Gütesiegel für drei Jahre führen und muss sich dann um eine Verlängerung bewerben. „Das finde ich gut“, sagt Werner Schrepfer, Vorsitzender der Gesamt-MAV. „So ist man zu einer ständigen Weiterentwicklung verpflichtet und hat einen gewissen Druck bei der Umsetzung, wenn man das Familiensiegel erneut erhalten will.“

Download Pressemitteilung vom 11. Mai 20177