12.06.2018 Schwungvoller Stabwechsel bei der Einrichtungsleitung

Herzlichkeit, Dankbarkeit und ein toller Sound: All das lag in der Luft, als der langjährige Leiter des Thomas-Breit-Hauses der Diakonie Hochfranken, Markus Schnabel in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Zu der Feierstunde im Innenhof der Einrichtung waren viele Gäste und Kollegen gekommen, darunter auch Heidi Ott, die Fachreferentin von der Diakonie Bayern in Nürnberg.

Die Geschäftsführerin Manuela Bierbaum würdigte die Verdienste des Leiters, der sich mehr als 24 Jahre lang für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten eingesetzt hat. In dem Haus werden alleinstehende Wohnungslose und Haftentlassene betreut - Menschen also, die oft betroffen sind von Armut, Beziehungslosigkeit oder schweren Verhaltensproblemen. Sie werden dabei unterstützt, im Leben wieder Fuß zu fassen.

In den letzten Jahren ist viel geschehen: Platzzahlerhöhungen, Renovierungen, konzeptionelle Anpassungen, Einführung eines Nachtbereitschaftsdienstes und als Höhepunkt auch die Eröffnung einer Wohngruppe für obdachlose Frauen. Auch die Bahnhofsmission gehörte zum Verantwortungbereich von Markus Schnabel.

Der Bereichsleiter Sebastian Oehme von der Diakonie Hochfranken hob auch Schnabels Engagement im Fachausschusses Wohnungslosenhilfe des Fachverbandes Evangelische Wohnungslosen und Straffälligenhilfe und seinen hohen Verantwortungsgrad für Bewohner und Personal hervor. Die Gäste genossen das herzliche Beisammensein im Innenhof und ließen sich von der Band „Kickstarter“ begeistern. Auch Markus Schnabel selbst griff zur Gitarre. Die Bewohner des Thomas-Breit-Hauses schenkten ihm zusammen mit den Kollegen ein Buch voller Erinnerungen in Wort und Bild.

Seine Nachfolgerin ist Cornelia Jahn, die sich bereits eingearbeitet hat und sich sehr auf die Aufgabe freut. Die Sozialpädagogin ist seit vier Jahren bei der Diakonie und hat Erfahrungen gesammelt im Frauennotruf, der Arbeitslosenberatung, der Migrationsberatung und in der Thomas-Breit-Haus-Außenwohngruppe für Frauen. „Diese mit aufzubauen, hat mir viel Spaß gemacht und war mein "Einstieg" in das Thema. Das Angebot hat in unserer Region gefehlt, da wir damit die einzige Einrichtung in Oberfranken sind, die über eine Einrichtung für Frauen verfügt“, erklärt Cornelia Jahn. Außerdem leistet sie Psychosoziale Prozessbegleitung, ein Angebot für besonders schutzwürdige Opfer von Straftaten. 

Als Leitung ist sie nun nicht nur für das TBH (Langzeitbewohner und Notübernachter) zuständig, sondern auch für die Außenwohngruppe für Frauen und für die Bahnhofsmission. 

„Ich treffe auf die verschiedensten Menschen aus unterschiedlichsten Alters- und Gesellschaftsschichten. Ich finde es schön, den Menschen die Möglichkeit eines Neuanfangs nach Wohnungslosigkeit - aus völlig unterschiedlichen Gründen - anbieten zu können“, sagt die neue Leiterin Cornelia Jahn.

Blumen für den scheidenden Leiter und für seine Nachfolgerin im Thomas-Breit-Haus der Diakonie Hochfranken. Das Bild zeigt von links: Manuela Bierbaum (Geschäftsführerin), Sebastian Oehme (Bereichsleitung), Markus Schnabel und Cornelia Jahn sowie Martin Abt (Geschäftsführung).