AWF-Dienste (Abende-, Wochenenden und Feiertage) des Krisendienst Oberfranken

Die AWF-Dienste der Diakonie Hochfranken sind Teil der Krisenversorgung von Oberfranken nach dem BayPsychKHG (Teil 1, Art. 1 Abs. 2)

Kernelement des Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes (BayPsychKHG) ist die landesweite Einführung von Krisendiensten für Menschen in seelischen Notlagen.

Ziel der Krisenversorgung ist es, durch einen einfachen Zugang und zeitnahe Interventionen die psychische Notsituation der Anrufenden ambulant aufzufangen:
Die Krisendienste arbeiten kostenfrei und sind rund um die Uhr unter einer bayernweit einheitlichen Rufnummer erreichbar. Die telefonische Beratung durch die Leitstelle kann auf Wunsch auch anonym stattfinden. Bei Bedarf sind auf Anforderung der Leitstelle Besuche vor Ort durch die Fachkräfte der mobilen Dienste möglich. So sollen stationäre Behandlungen, insbesondere Unterbringungen und Zwangsmaßnahmen, vermieden und Suizide verhindert werden.

 

Der Krisendienst Oberfranken möchte zum 01.10.2020 an den Start gehen, im Vorfeld findet die Mitarbeitersuche statt sowie die Erstschulungen zur Krisenintervention.

Regionale Krisenversorgung in Oberfranken

Der Krisendienst Oberfranken sucht für die Leitstelle, die Tagdienste und die AWF-Dienste Mitarbeitende, in Voll- und Teilzeit, sowie in geringfügiger Beschäftigung, mit folgenden Qualifikationen:

  •  Sozialpädagogen*innen (Bachelor, Diplom, Master),
  • Psychologen*innen (Bachelor, Diplom, Master),
  • Gesundheits- und Krankenpfleger*innen für Psychiatrie oder geeignete psychiatrisch-therapeutische Fachkräfte

Für die Dienste an den Abenden, Wochenenden und Feiertagen (AWF) werden die geleisteten Zeiten nach folgendem Modell entlohnt. Im Rahmen einer „Geringfügigen Beschäftigung“ entsprechen sie bis 450,- dem Nettolohn pro Monat. Die Pauschalen gelten, ob ein Einsatz stattfand oder nicht, also ob Sie sich in reiner Rufbereitschaft befanden oder sie zu einem Einsatz gefahren sind. Wie viele Dienste übernommen werden, kann individuell abgesprochen werden. Die Erstschulung, weitere regelmäßige Schulungsangebote und die Fahrtkosten werden ebenfalls übernommen.

  • einer Leitstelle in Bayreuth (Montag – Sonntag 0 – 24 Uhr)
  • mobilen Diensten in den jeweiligen Regionen, Montag–Freitag (9 – 17 Uhr) über die Sozialpsychiatrischen Dienste (Tagdienste)
  • Abends (17 – 24 Uhr), an Wochenenden und Feiertagen (9 – 24 Uhr) über AWF-Dienste
  •  einem regionalen Versorgungsnetz (unter anderem Beratungsstellen, Kliniken, Arztpraxen, Polizei)

AWF-Dienste: Vergütung in Pauschalen

Abende (Montag - Freitag)
17.00 bis 24.00 Uhr
Samstage
09.00 bis 24.00 Uhr
Sonn- und Feiertage
09.00 bis 24.00 Uhr
70,00 Euro150,00 Euro165,00 Euro

Im nachfolgenden Flyer finden Sie alle Informationen nochmal kompakt zusammengefasst:

Der Krisendienst Oberfranken setzt sich zusammen aus:

In der Leitstelle berät speziell ausgebildetes Fachpersonal Anrufende am Telefon, klärt die jeweilige Situation und vermittelt individuelle Hilfe. Nicht nur Betroffene selbst, auch deren Angehörige und Bezugspersonen können sich durch die Mitarbeitenden der Leitstelle beraten lassen. Im Bedarfsfall aktiviert die Leitstelle die mobilen Teams der zuständigen Region (Tagdienste an den SpDin oder AWF-Dienste). Diese fahren im Tandem, bestehend aus zwei erfahrenen Fachkräften, „zum Ort der Krise“, um die Situation vor Ort zu klären, zu deeskalieren, den jeweiligen Hilfebedarf oder eine eventuelle Gefährdung einzuschätzen und weitere notwendige Schritte einzuleiten.

Mobil Aufsuchende Dienste

Krisenintervention und Beratung vor Ort, 2er Team aus geschulten Fachkräften ist innerhalb einer Stunde am Einsatzort

Diakonie Hochfranken Erwachsenenhilfe gGmbH
Luitpoldstraße 18, 95028 Hof

Martin Schuster
Leitung Sozialpsychiatrischer Dienst u. AWF-Dienste Krisendienst Oberfranken
Diplom Sozialpädagoge (FH), Systemischer Therapeut (DGSF)

Telefon: 09281 837 530
E-Mail: martin.schuster@diakonie-hochfranken.de