27.07.2019 Neuer Gesellschafter für die Diakonie Hochfranken

Die Diakonie Hochfranken wächst. Zum 1. Januar 2020 wird mit dem Zentralen Diakonieverein Münchberg der fünfte Gesellschafter beitreten und seine Geschäftsbereiche - ausnahmslos Altenhilfe - integrieren.

Die Jugendhilfe in Münchberg bleibt weiterhin eigenständig in ihren bisherigen Strukturen.
Vor wenigen Tagen haben dies die jeweiligen Gremien so beschlossen. 158 Mitarbeitende aus Münchberg und Umgebung gehören dann künftig zum Arbeitgeber Diakonie Hochfranken. Darüber wurden diese am heutigen Freitag im Zuge einer Betriebsversammlung informiert.

Den Beschlüssen zum Beitritt war eine längere Phase der Annäherung und Kooperation vorangegangen. Seit fast zehn Jahren bestand eine Verwaltungspartnerschaft zwischen dem Zentralen Diakonieverein Münchberg und der Diakonie Hochfranken. Seit zwei Jahren beteiligen sich die Münchberger mit 20 Prozent als einer der Gründungsgesellschafter an der SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) der Diakonie Hochfranken, die schwerstkranke und sterbende Menschen zuhause palliativ versorgt.

Im Grunde steht zum 1.1. ein zweifacher Betriebsübergang an: Es kommen sowohl die Diakoniestationen des Zentralen Diakonievereins zur Diakonie Hochfranken, als auch die Seniorenwohnanlage in der Luitpoldstraße, das Pflegeheim der Münchberger Diakonie gGmbH. Während die Gebäude im Besitz der Münchberger Träger bleiben, werden die Dienste und Mitarbeitenden der Münchberger Altenhilfe in die Diakonie Hochfranken Altenhilfe gGmbH übergeleitet. Dabei bleiben sie im gewohnten tariflichen Umfeld, nämlich in der AVR Bayern, die innerhalb der gesamten bayerischen Diakonie gilt. Die Dienstverträge gehen unverändert auf den neuen Arbeitgeber über.

„Durch den Zusammenschluss sollen die Kräfte zur Errichtung eines neuen Seniorenheimes gebündelt, die bestehende Seniorenwohnanlage in Münchberg in ihrer pflegerischen und wirtschaftlichen Situation gestärkt, die ambulante Versorgung ausgebaut und die kirchlich seelsorgerliche Begleitung der Senioren weiter gewährleistet bzw. verstärkt ausgebaut werden“, erklärt Dekan Erwin Lechner, Verwaltungsratsvorsitzender des Zentralen Diakonievereins Münchberg. Der Verein könne künftig in einem starken Verbund als einer von fünf Partnern die Geschicke der Diakonie Hochfranken mitgestalten.

Auch Dekan Günter Saalfrank, Aufsichtsratsvorsitzender der Diakonie Hochfranken, blickt optimistisch in die Zukunft: „Mich freut, dass diakonische Träger in der Region weiter zusammenwachsen und so für die Zukunft gut aufgestellt sind – um der Menschen willen, die der Begleitung, Betreuung und Pflege bedürfen.“

Die Kundinnen, Bewohner bzw. alle, die von der Altenhilfe der Diakonie in Münchberg gepflegt und versorgt werden, können weiterhin auf die gewohnte Qualität bauen. Die beiden Träger hatten sich schon vor über einem Jahr gemeinsam auf den Weg gemacht, um beispielsweise das Qualitätsmanagement weiterzuentwickeln. Durch die konsequente Zusammenführung, die nun in den nächsten Monaten ansteht, kann sich das Arbeitsfeld Pflege in der hiesigen Diakonie fachlich noch stärker aufstellen.