30.04.2020 Abschied nach fast 19 Jahren

Diakonie Hochfranken hat Eva Döhla verabschiedet

Im ganz kleinen Kreis wurde Eva Döhla bei der Diakonie Hochfranken verabschiedet. Dabei hätte sie sehr gerne all ihre „wunderbaren und inspirierenden Kollegen“ dabeigehabt. So aber konnte nur ein kleiner Teil mit ihr zusammen Revue passieren lassen, was sich in den fast 19 Jahren bei der Diakonie ereignet hat. „Wir haben viel miteinander erreicht, durchlebt, manchmal auch durchlitten, gelacht und gelernt.“

Es sei ein ganz wichtiger Lebensabschnitt gewesen, sagte Eva Döhla in ihrer Abschiedsrede, „eine wunderbare und wertvolle Zeit.“ Sie habe viel über die Sorgen und Nöte der Menschen in Hof um Umgebung erfahren, darüber, was nötig sei für Teilhabe, Chancen-gerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben. Auch über die Arbeit in der Pflege und den anderen Gebieten der sozialen Arbeit habe sie viel lernen können. „Für mich ist das ein ganz wertvoller Wissensschatz“, betonte sie.
Dieses Wissen über die Lebenswelten und soziale Situation habe sie auch motiviert, sich gesellschaftlich und politisch zu engagieren. „Die Themen aus unserer Arbeit hier haben mich geprägt und darin bestärkt, mich für das Gemeinwohl einzusetzen.“
Ausdrücklich dankte sie allen Kolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit - besonders auch den früheren sowie den jetzigen Geschäftsführern. Sie habe immer viele Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten gehabt. So sind zum Beispiel der Sozialpolitische Treff („spot“) und die Kulturloge in Hof auf ihre Initiative entstanden, wie Geschäftsführer Martin Abt in Erinnerung rief.
Er zählte weitere Schwerpunkte von Döhlas Tätigkeiten auf: Im Rahmen der Personalentwicklung seien Leitungstage für Führungskräfte genauso entstanden wie Willkommenstage für neue Mitarbeitende. „Sie haben maßgeblich das Bild der Diakonie Hochfranken mit geprägt und mit gestaltet“, sagte Abt. Er würdigte Döhlas „absolute Loyalität, Ihre Fähigkeit zum Querdenken, die richtigen Fragen zu stellen und den richtigen Ton zu treffen.“

Döhla kam 2001 zum damaligen Diakonischen Werk Hof e. V., wo die Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit gerade neu geschaffen worden war. Sie leistete damit Pionier- und Aufbauarbeit, wie Martin Abt betonte. Er erwähnte auch die Klostergalerie „von den Einladungen bis zur Vernissage“, das neue Corporate Design, Mitarbeiterzeitungen und Newsletter – und nicht zuletzt die zahllosen Veranstaltungen und Empfänge, die Eva Döhla mit geplant und gestaltet habe. Seit der Gründung der Diakonie Hochfranken 2006 war Döhla schließlich Inhaberin der Stabstelle Kommunikation und Marketing, zu der später noch der Bereich Personalentwicklung hinzukam.
Berufsbegleitend absolvierte die gelernte Journalistin mit Abschluss in Politikwissenschaft von 2006 bis 2007 an der Uni Basel ein weiteres Studium in BWL und Marketing.
Dekan Günter Saalfrank, Aufsichtsratsvorsitzender der Diakonie Hochfranken, würdigte die „Übersetzungsarbeit“, die Eva Döhla für die Diakonie geleistet habe. Sie habe den Menschen die Arbeit der Diakonie nahe gebracht. „Vertraut den neuen Wegen“, lautet der Liedvers, den Dekan Saalfrank ihr als guten Wunsch mit gab. Die scheidende Kommunikations-Chefin wiederum hatte auch ein Anliegen an ihre ehemaligen Kollegen: Dass die Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur und den eigenen Werten immer ganz oben auf der Tagesordnung stehen möge. „Wie man sich am Arbeitsplatz fühlt, hat vor allem mit den Menschen im direkten Umfeld zu tun“, weiß Eva Döhla. Das Menschenbild und Führungsverständnis prägten den Chef oder die Chefin. Sicher nicht nur bei der Diakonie.

Geschäftsführer Martin Abt, Eva Döhla, Dekan Günter Saalfrank (von links).