30.08.2021 Graffiti für den Frauennotruf

Jubiläumsaktion des Frauennotrufes der Diakonie Hochfranken kann sich sehen lassen.

Der Hofer Graffitikünstler Karsten Mönchgesang, besser bekannt als KASI, hat erneut ein Stromhäuschen der Stadtwerke Hof verschönert. In exponierter Lage, nämlich direkt an der viel befahrenen Ernst-Reuther-Straße, sticht nun ein oranges Gebäude mit drei Frauenköpfen in die Augen der Passierenden. „Nichts hören – nichts sehen – nichts sagen“ implizieren die drei Gesichter im Stil der bekannten drei Affen und machen damit auf die Problematik der Gewalt an Frauen in der Mitte unserer Gesellschaft aufmerksam. Angestoßen wurde die Aktion vom Frauennotruf der Diakonie Hochfranken, welcher in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. „Leider und Gott sei Dank gibt es den Frauennotruf. Trotzdem bedarf es noch viel Arbeit und Aufklärung in unserer Gesellschaft“, sagt der Künstler KASI, der das Kunstwerk in insgesamt 35 Stunden erschaffen hat. Die Stadtwerke Hof haben mit dem Stromhäuschen einen Platz zur Verfügung gestellt und die Arbeit maßgeblich unterstützt. „Von der Idee, unsere alten Stromhäuschen zu verschönern und gleichzeitig auf ein unterschätztes gesellschaftliches Problem aufmerksam zu machen, waren wir schnell überzeugt und haben gerne geholfen“, sagt Jürgen Bolz, technischer Bereichsleiter der Stadtwerke Hof. Aber auch ehrenamtlicher Einsatz war nötig, um die Entstehung zu ermöglichen. So nahmen Michael Hanns und Olaf Hofmeister Pinsel und Farbe in die Hand und sorgten dafür, dass das Gebäude seinen auffälligen orangen Hintergrund erhielt.

Der Frauennotruf Hochfranken ist unter der 09381 77677 erreichbar.

von links: Sandra Hanns (Frauennotruf Hochfranken), Jürgen Bolz (technischer Bereichsleiter der Stadtwerke Hof), Karsten Mönchgesang (Graffitikünstler), Daniela Czerwik (Frauennotruf Hochfranken), Jürgen Schöberlein (Bereichsleiter Jugendhilfe und Erwachsenenhilfe der Diakonie Hochfranken)