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Freundschaft über Generationen: US-Reunion zu Besuch im Jugendhilfehaus St. Elisabeth

Eine besondere Verbindung zwischen Hof und den USA ist bis heute lebendig: Im Rahmen der diesjährigen Reunion besuchten ehemalige in Hof stationierte US-Soldaten gemeinsam mit Angehörigen unser Jugendhilfehaus St. Elisabeth. Die gemeinsame Geschichte reicht bis in die Nachkriegsjahre zurück.

Damals engagierten sich amerikanische Soldaten für die Kinder des damaligen Elisabethen-Heims in der Orleansstraße. Sie versorgten die Kinder regelmäßig mit warmem Essen, besorgten Kleidung und brachten vieles mit, was in der unmittelbaren Nachkriegszeit knapp war. Auch die sprichwörtlichen Kaugummis für die Kinder gehörten dazu.

Aus dieser Unterstützung entwickelten sich persönliche Kontakte und Freundschaften, die teilweise ein Leben lang hielten. Einige der damaligen Soldaten lernten in Hof ihre späteren Ehefrauen kennen und nahmen sie mit in die USA. Auch Kinder aus dem Elisabethen-Heim wurden von amerikanischen Familien adoptiert und fanden dort ein neues Zuhause. So entstanden Beziehungen über den Atlantik, die in manchen Familien inzwischen die zweite und dritte Generation verbinden.

Entsprechend herzlich war das Wiedersehen beim diesjährigen Besuch im heutigen Jugendhilfehaus St. Elisabeth. Die Kinder hatten eine Hausführung für die Gäste vorbereitet und gaben ihnen damit einen ganz persönlichen Einblick in ihr Zuhause. Die Besucher erfuhren außerdem mehr über die Geschichte des Hauses und den Umzug des Jugendhilfehauses vor sechs Jahren vom Hofer Bahnhofsviertel ins Biengäßchen.

Ein Programmpunkt durfte dabei nicht fehlen: Die Kinder hatten eigens für die Gäste das traditionelle „Hofer Schnitz und scheena grüna Backerla“ einstudiert. Das Lied gehört inzwischen zum festen Bestandteil der Begegnungen mit der Reunion.

Einige der Menschen, die die Verbindung zwischen St. Elisabeth und den USA über Jahrzehnte gepflegt haben, sind dem Jugendhilfehaus bis heute eng verbunden. Auch Mitarbeitende der Einrichtung stehen seit vielen Jahren in persönlichem Kontakt mit Mitgliedern der Reunion.

Der Besuch zeigte damit eindrucksvoll, wie aus einem Stück Hofer Nachkriegsgeschichte dauerhafte Freundschaften entstehen können, die über Ländergrenzen und Generationen hinweg Bestand haben.